Leben

Laufen

Für eine lange Zeit dachte ich, schreiben und unterhalten sind die besten Medikamente um düstere Gedanken loszulassen. Scheinbar bin ich falsch. Ganz im Gegenteil!

Je mehr ich geschrieben habe, desto tiefer ich in der dunklen Welt eingetaucht bin. Je mehr Details ich ausgegraben habe, desto verzweifelter ich geworden bin.

Daher entschied ich mich heute Abend, davonzulaufen. Weit weit weg von dem kleinen Raum, wo ich lese, online Spiele spiele und schlafen. Weg von dem kleinen Raum, wo ich nach der Arbeit die meiste Zeit verbracht habe. Ich nahm einen neuen weg. Ich ging schnell, versuchte mein bestens zu Joggen.

Eigentlich wollte ich laufen. Ich wollte wissen, ob ich im Moment physisch geeignet bin, richtig zu laufen, ob mein linkes Knie noch weh tut, ob mein Rücken noch schmerzt. Leider konnte ich das Fremde Gefühl nicht überwinden. Ich traue mir nicht, in der Freie zu laufen, wenn jemand in der Nähe von mir steht. Das klingt lächerlich, ich weiß. Niemand guckt dich an, wenn du läufst.

Zum Glück habe ich für eine halbe Stunde gejoggt. Mir ist wärmer geworden. Ich habe es geschafft, beim Joggen keine Gedanken über meine Arbeit zu machen. Vielleicht soll ich morgen wieder mal versuchen, richtig zu laufen, statt Joggen.

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